Getränke & Cocktails mit Tequila

Der Tequila ist nicht nur das Nationalgetränk von Mexiko, sondern verkörpert auch die Seele des Landes. Er wird aus dem Herz der blauen Agave gewonnen, einer stacheligen, kaktusähnlichen Pflanze, die jedoch zu den Liliengewächsen zählt. Dabei entsteht eine Spirituose mit einer imposanten Geschmackspalette und einem komplexen Charakter, der die Seele Mexikos widerspiegelt.
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Die Geschichte des Tequila reicht bis in die Zeit der Azteken in Mexiko zurück, die aus dem vergorenen Saft der Agave den sogenannten Pulque herstellten. Als die Spanier das Gebiet im Jahre 1521 eroberten, brachten sie das Wissen um die Destillation von Alkohol nach Amerika. Eine Agavenspirituose wurde also mit ziemlicher Sicherheit erstmalig Anfang des 16. Jahrhunderts hergestellt. Bis zu den 30er-Jahren war der Tequila fast ausschließlich in Mexiko bekannt und machte erst in den 50er- und 60er-Jahren mit der Erfindung des Margarita in anderen Teilen der Welt von sich hören. Seinen Höhepunkt erreichte er während der Tex-Mex-Ära in den 80er-Jahren, während er für die folgenden zehn Jahre wieder an Beliebtheit einbüßte.

 

Heute erlebt der Tequila dank Tequila-Sorten aus 100 % Agave wie dem Don Julio, die wieder aus frischen Zutaten hergestellt werden, und der Eröffnung spezialisierter Tequila-Bars und gealterter Tequilas eine echte Renaissance. Tequila wird nur in bestimmten Regionen Mexikos hergestellt, insbesondere in der Gegend rund um die Stadt Tequila. Er muss zu mindestens 51 % aus Agave, einer blaugrünen Pflanze, bestehen. Zunächst wird die Pflanze aus parallel verlaufenden Agavenreihen auf sorgfältig bestellten Feldern geerntet. Diese Methode ist mit dem Weinanbau vergleichbar. Die Arbeiter schneiden dann das Herzstück der Pflanze heraus, das einer Ananas ähnelt, garen sie, fermentieren die Überreste und destillieren den Agavensaft anschließend. Tequila Reposado (geruht) ist mindestens zwei Monate in Eichenfässern gealtert, der Tequila Añejo (gealtert) ist mindestens ein Jahr in Eichenfässern gereift und der Tequila Extra-Añejo (extra gealtert) wurde mindestens drei Jahre im Fass gelagert.

 

Der Margarita gilt seit den 30er-Jahren als das Tequila-Mixgetränk schlechthin, der die grasigen Pflanzennoten des Tequila perfekt in Szene setzt. Der Paloma ist ein klassischer Cocktail auf Tequila-Basis, der Erfrischung pur verspricht, während uns der Tequila Sunrise in die Geschmackswelt der 70er-Jahre entführt. Der Tequila, der in Mexiko oftmals in Begleitung eines würzigen Getränks getrunken wird, kommt auch besonders gut in der Bloody-Mary-Variante Bloody Maria zur Geltung.

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